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Pflichtsieg bei den Dauerverlierern
Der 2:4-Sieg der Düsseldorfer EG bei den Hannover Scorpions geriet am Sonntagnachmittag zur Nebensache. Die Scorpions-Fans brachten ihren Unmut gegenüber Trainer Toni Krinner zum Ausdruck und wurden zeitweise von den mitgereisten Düsseldorfer Fans unterstützt. Die DEG hält mit dem Pflichtsieg Anschluss an Platz 6 und die damit verbundene direkte Play-Off-Qualifikation.
Manchmal ist es recht einfach Fans verschiedener Mannschaften zu verbrüdern. Beim Eishockey meist sogar noch einfacher, als beispielsweise beim Fussball. Besonders einfach ist es dann, wenn sich zwei Fangruppen auf das gleiche Feindbild einschießen. Bei der heutigen Partie der DEG bei den Hannover Scorpions war dieses Feindbild Scorpions-Trainer Toni Krinner. Nachdem sich die Scorpions-Mannschaft in den letzten Wochen vermehrt gegen den Coach ausgesprochen hatte und die Fans wiederholt den Rücktritt Krinners gefordert hatten, stellte Besitzer Günter Papenburg in der vergangenen Woche klar, dass er mit Krinner weiter zusammen arbeiten möchte und beförderte ihn gleichzeitig zum neuen Sportlichen Leiter. Ein Schlag gegen Team und Fans. Gerüchteweise spekuliert Papenburg darauf, die DEL-Lizenz der Scorpions nach Landshut verkaufen zu können, somit das Verlustgeschäft „DEL-Eishockey in Hannover“ zu beenden und dabei noch Erlöse aus der verkauften Lizenz zu generieren.
Die knapp 4000 Scorpions-Fans quittierten diese Aktionen am heutigen Tag mit einem
Last-Minute-Sieg gegen Ingolstadt
Zweimal führte die Düsseldorfer EG am Freitagabend mit zwei Toren Vorsprung, zweimal glichen die Ingolstadt Panther aus. 81 Sekunden vor dem Ende entschied Evan Kaufmann die Partie. Mit dem 5:4-Sieg gegen den Tabellenzweiten bewahrt sich die DEG die Chance auf die direkte Play-Off-Qualifikation.
DEG-Stürmer Patrick Reimer durfte heute nur zuschauen. Nach seiner „obszönen Geste“ im Spiel gegen die Augsburg Panther am vergangenen Sonntag, sperrte ihn die DEL für zwei Spiele und brummte ihm eine 600 EUR Geldstrafe auf. Die DEG hatte sich nicht nur deswegen viel vorgenommen und begeisterte die 4.289 Zuschauer im ISS Dome von Beginn an mit offensiver Durchschlagkraft. Tyler Beechey traf bereits nach viereinhalb Minuten freistehend zum 1:0, nachdem Connor James ihm die Scheibe aufgelegt hatte. Drei Minuten später war es Jeff Ulmer, der einen Konter über Simon Danner erfolgreich zum 2:0 verwerten konnte.
Die Zwei-Tore-Führung hielt allerdings nur knapp zwei Minuten. Derek Hahn verkürzte in der 10. Minute auf 2:1. Daniel Kreutzer leistete sich kurz vor der ersten Pause noch einen Aussetzer, als er von Schiedsrichter Georg Jablukov wegen Meckerns für zehn Minuten aus der Partie genommen wurde. Ohne den Kapitän kam die DEG etwas verhaltener in den Mittelabschnitt. Die Gäste bestraften
Reimers obszöne Geste am Karnevalssonntag
Die 5.112 Zuschauer im Düsseldorfer ISS Dome sahen am Karnevalssonntag eine unnötige 2:3-Niederlage der DEG gegen die Augsburger Panther. Nach einem erneut schwachen ersten Drittel gelang es der DEG nicht mehr die Partie zu drehen und muss eventuell mehrere Spiele auf Top-Stürmer Patrick Reimer verzichten, der nach seinem 2:3-Anschlusstreffer eine obszöne Geste in Richtung Augsburger Bank richtete und dafür mit einer Matchstrafe vom Eis geschickt wurde.
Eine solche Strafe haben sicherlich wenige Eishockey-Fans bisher miterlebt. Nach seinem 2:3-Anschlusstreffer der DEG gegen die Augsburger Panther fuhr Stürmer Patrick Reimer an der Panther-Bank vorbei und zeigte dabei eine obszöne Geste, die auch den Schiedsrichtern Daniel Piechaczek und Danny Kurmann nicht entging. Laut IIHF-Regelbuch kann nach einer solchen Geste eine Matchstrafe ausgesprochen werden. Wie lange der wichtige Angreifer der DEG fehlen wird, entscheidet die Deutsche Eishockey Liga in dieser Woche. Der Bestrafte gestand gegenüber „DerWesten“ seinen Fehler ein: „Das hätte mir nicht passieren dürfen und ich entschuldige mich ehrlich beim Team. Durch diese Dummheit konnten wir das Spiel in Unterzahl nicht mehr drehen.“
Die Düsseldorfer EG hatte zuvor einmal mehr das erste Drittel komplett verschlafen. In der Offensive wollte in den ersten zwanzig Minuten nicht viel gelingen. Auf der Gegenseite
DEG gibt nicht auf und siegt in Mannheim
Die 11.562 Zuschauer in der SAP Arena sahen am Freitagabend ein Spiel mit vielen Torchancen und einem hohen Tempo. Am Ende ging die Düsseldorfer EG bei den Adler Mannheim mit 2:3 nach Penaltyschießen als Sieger vom Eis. Dabei hatten die Gastgeber die Partie lange Zeit dominiert. Am Ende ging den Adlern die Puste aus und die DEG drehte die Partie. Bobby Goepfert war einmal mehr der überragende Düsseldorfer.
Bereits in der zweiten Minute saßen mit Daniel Kreutzer und Andy Roach zwei Düsseldorfer Spieler auf der Strafbank. Die doppelte Überzahl nutzten die Gastgeber in Person von Adam Mitchell (3.) eiskalt. Die DEG fand überhaupt nicht ins Spiel. Torhüter Bobby Goepfert stand unter Dauerbeschuss der Adler, konnte aber insgesamt 18 Torschüsse abwehren. Dass die DEG lediglich mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine ging, war zum Großteil der Verdienst des Amerikaners.
Nach vorne lief bei der DEG in den ersten beiden Spieldritteln recht wenig. Wenn die Düsseldorfer Spieler es einmal vor das Tor von Adler-Torhüter Fred Brathwaite schafften, war der Abschluss zumeist ungefährlich. Die beste Möglichkeit hatte im ersten Abschnitt noch Evan Kaufmann, der nach einem Fehlpass von Sifers an Brathwaite scheiterte. Die Mannheimer Offensive bekam die DEG im Mitteldrittel





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